MUSEUM · SIEBENBÜRGEN
Sibiu, jud. Sibiu
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ÖFFNUNGSZEITEN
Luni: 12:00–17:00 · Marți–duminică: 09:00–17:00 (vara până la 20:00)
EINTRITTSPREISE
Adulți: 45 RON · Elevi / studenți: 11 RON · Pensionari: 23 RON · Ghidaj inclus
EMPFOHLENE BESUCHSDAUER
2–3,5 ore
ÜBER ASTRA-FREILICHTMUSEUM FÜR TRADITIONELLE VOLKSKULTUR
Im Herzen des Dumbrava-Waldes, nur wenige Kilometer südlich der mittelalterlichen Stadt Sibiu — ehemalige Hauptstadt des Fürstentums Siebenbürgen und Europäische Kulturhauptstadt 2007 — erstreckt sich das größte Freilichtmuseum Rumäniens und eines der beeindruckendsten ganz Europas: das ASTRA-Freilichtmuseum für traditionelle Volkskultur. Auf einer großzügigen Fläche von 96 Hektar, mit einem Ausstellungsrundweg von etwa 10 Kilometern schattiger Alleen, beherbergt das Museum über 400 authentische Baudenkmäler der Volksarchitektur und -technik, begleitet von einem Inventar von über 20.000 unschätzbar wertvollen ethnografischen Stücken. Von den schwimmenden Wassermühlen aus der Maramureș bis zur Holzkirche von Bezded aus dem Jahr 1754, von den transsilvanischen Schafställen bis zu den Fischerhütten der lipowanischen Fischer im Donaudelta, von den dobrogäischen Windmühlen bis zu den Weinkellern und Herbergen, die Jahrhunderte lang die Karpatenstraßen belebten — ASTRA bietet einen tiefen Einblick in das Universum der vorindustriellen rumänischen Landzivilisation.
Dieses Museum ist nicht nur eine Sammlung alter, umgesiedelter Gebäude, sondern ein echtes „Museum Vivum" — ein lebendiges Museum, wie das moderne europäische Konzept es definiert — in dem Tradition nicht nur ausgestellt, sondern gelebt, gespürt und weitergegeben wird. Der Grüne Michelin-Führer verlieh ihm drei Sterne, das Äquivalent der Auszeichnung „eine besondere Reise wert", und jährlich überschreiten über 400.000 Besucher seine Schwelle, was es zum zweitmeistbesuchten Museum Rumäniens nach Schloss Bran macht. Für den europäischen Reisenden stellt ASTRA eine wesentliche Brücke zwischen dem rumänischen ländlichen Erbe und dem großen europäischen Strom der Freilichtmuseen dar — jenes „Skansen", das Ende des 19. Jahrhunderts in Skandinavien geboren wurde und heute ähnliche Institutionen aus Stockholm, Oslo, Kopenhagen, Warschau oder Budapest vereint. Durch seine transsilvanische Besonderheit veranschaulicht das Museum meisterhaft, wie sich die rumänische Landzivilisation am Zusammenfluss westlicher (sächsischer, ungarischer, habsburgischer), byzantinischer und osmanischer Einflüsse sowie jener der wandernden Völker entwickelte, die im Laufe der Jahrhunderte diese Region an der Grenze zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich durchzogen haben.
Die Geschichte des ASTRA-Museums beginnt nicht 1963, sondern viel früher, mit dem Traum der siebenbürgischen Rumänen, ihre kulturelle Identität in einer Zeit zu behaupten, in der Siebenbürgen unter der Herrschaft des Habsburgerreiches stand. 1861 wurde in Sibiu — damals Hermannstadt, die Stadt der siebenbürgischen Sachsen — der Transsilvanische Verein für rumänische Literatur und rumänische Volkskultur gegründet, bekannt unter dem Akronym ASTRA. Gegründet auf Initiative des Metropoliten Andrei Șaguna, mit Timotei Cipariu als Vizepräsident und George Barițiu als Sekretär, spielte dieser Kulturverein eine entscheidende Rolle bei der kulturellen und politischen Emanzipation der Rumänen in Siebenbürgen, in einer Epoche, in der diese die demografische Mehrheit darstellten, aber im habsburgischen System keine gleichen politischen Rechte besaßen. Das erklärte Ziel von ASTRA war die „materielle und geistige Förderung der Rumänen", und eines der wesentlichen Mittel dieses Prozesses war die Bewahrung und Wertschätzung des kultur-nationalen Erbes. 1897 beschloss der Verein, ein Museum der rumänischen Zivilisation zu gründen, „ein Obdach zur Bewahrung der Vergangenheit", und 1905 wurde unter der Aufsicht von Cornel Diaconovici das erste Vereinsmuseum in einem eigens zu diesem Zweck durch öffentliche Zeichnung errichteten Gebäude im Zentralpark von Sibiu eröffnet.
Dieses erste ethnografisch-historische Museum der Siebenbürger Rumänen funktionierte bis 1950, als es vom kommunistischen Regime aus „ideologischen" Gründen geschlossen und seine Sammlungen in das Brukenthal-Museum überführt wurden. Doch die Idee starb nicht. 1956 richtete der Ethnograf Cornel Irimie — eine markante Persönlichkeit der rumänischen Soziologieschule — die Abteilung für Volkskunst neu ein und verwertete das übernommene ethnografische Erbe. 1963 genehmigte das Staatliche Komitee für Kultur die Organisation des Museums für Volkstechnik in der Dumbrava von Sibiu, unter der wissenschaftlichen Autorität von Cornel Irimie, zusammen mit einem Team von Museografen unter der Leitung von Herbert Hoffmann und dem Architekten Paul Niedermaier. Das erste in die Dumbrava verlegte Denkmal ist eine hydraulische Mühle mit vertikalem Wasserrad und unterem Zulauf, gebracht aus dem Dorf Dăbâca, Kreis Hunedoara — diese Mühle findet sich auch heute im Logo des Museums. Das Museum wurde offiziell am 17. Oktober 1966 eröffnet, anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Brukenthal-Museums, und 1967 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Ein europäischer Wendepunkt ereignete sich im September 1966, als das Museum das Internationale Symposium „Organisation des Ethnografischen Freilichtmuseums — Prinzipien und Methoden" veranstaltete. Der außergewöhnliche Erfolg dieses Symposiums, an dem Spezialisten aus ganz Europa teilnahmen und das den internationalen Premierenbesuch des Museums in der Dumbrava von Sibiu beinhaltete, führte 1967 zur Gründung der Europäischen Vereinigung der Freilichtmuseen mit Sitz in Bocryk, Belgien. So ging das ASTRA-Museum nicht nur als nationale Institution, sondern als einer der Pioniere des europäischen „Skansen"-Netzwerks in die Geschichte ein, neben den berühmten skandinavischen Vorgängern: dem Skansen in Stockholm, 1891 von Artur Hazelius gegründet, und dem Norsk Folkemuseum in Oslo, 1894 eröffnet. Dieses „Skansen"-Konzept — ein schwedischer Begriff, der für die Freilichtmuseen in ganz Europa generisch geworden ist — verbreitete sich im 20. Jahrhundert in Ländern wie Polen (Muzeum Wsi Opolskiej), Tschechien, Ungarn oder Deutschland, und ASTRA stellt den Beitrag Südosteuropas zu dieser museografischen Tradition dar.
Der historische Kontext Siebenbürgens — eine Region, die jahrhundertelang an der Grenze zwischen dem Habsburgerreich, dem Königreich Ungarn und dem Osmanischen Reich lag — spiegelt sich tief im Erbe des Museums wider. Sibiu selbst war zwischen 1692–1791 und 1849–1865 Hauptstadt des Fürstentums Siebenbürgen, und 1940, nach dem Wiener Diktat und dem Verlust Nord-Siebenbürgens an Ungarn, wurde die Gründung eines neuen ethnografischen Museums in Sibiu vorgeschlagen, das dasjenige in Cluj ersetzen sollte. Der Zweite Weltkrieg und die Errichtung des kommunistischen Regimes verschoben dieses Projekt um zwei Jahrzehnte. 1971 richtete das Museum seine Tätigkeit auf die Volkszivilisation aus und fügte komplexe Bauernhöfe und Handwerkswerkstätten hinzu, und 1989 kamen die öffentlichen Nutzbauten hinzu — die Kirche, die Schule, die Schenke, die Kegelbahn — und verwandelten das Museum in ein vollständiges, funktionierendes Dorf. Am 17. Februar 1990 beschloss die Stadtverwaltung von Sibiu mit Genehmigung des von Andrei Pleșu geführten Kulturministeriums die Gründung des Museums für traditionelle Volkszivilisation als eigenständige Institution, losgelöst aus dem Brukenthal-Museumskomplex. Seit 2001 ist das Museum die Basiseinheit des Nationalen Museumskomplexes „ASTRA", der auch das Museum für Universelle Ethnografie „Franz Binder" (1993), das ASTRA-Museum für transsilvanische Zivilisation (1993) und das Museum für sächsische Ethnografie und Volkskunst „Emil Sigerus" (1998) vereint und so den für Siebenbürgen spezifischen Multikulturalismus widerspiegelt — Rumänen, Sachsen, Ungarn, Roma und andere Gemeinschaften.
Das ASTRA-Museum unterscheidet sich grundlegend von anderen europäischen Freilichtmuseen durch seine Organisation in sechs große thematische Sektoren, die nicht die Rekonstruktion eines bestimmten Dorfes anstreben, sondern das Wertesystem und die Produktionsweisen der rumänischen Volkszivilisation in all ihrer regionalen Vielfalt veranschaulichen. Diese Sektoren sind: Nahrungsmittelproduktion und Tierhaltung, Rohstoffproduktion, Transportmittel, Herstellung von Haushaltsgegenständen und Werkzeugen, öffentliche Nutzbauten und eine Freilichtausstellung monumentaler Skulptur.
Der erste Sektor, der Nahrungsmittelproduktion und Tierhaltung gewidmet, präsentiert spezifische Bauernhöfe wie die Schafställe der Karpaten mit ihren charakteristischen Hütten, die Keller zur Aufbewahrung von Wein und Früchten und die Anlagen zur Milchverarbeitung. Hier sind riesige Pressen für Trauben, Früchte und Öl zu sehen, wahre Denkmäler der Volksingenieurskunst. Der zweite Sektor, der Rohstoffproduktion, beherbergt Werkstätten zur Wollverarbeitung, Tuchwalkmühlen, Seidenverarbeitungsateliers, Schmieden und Töpfereien. Die Mühlen-Sammlung des Museums ist bemerkenswert: sie umfasst 33 Getreidemühlen, die fast alle im eurasischen Raum bekannten Energiearten repräsentieren, mit Ausnahme der Gezeitenmühlen — von Wassermühlen mit vertikalem Rad und unterem oder oberem Zulauf bis zu Windmühlen und schwimmenden Mühlen.
Die schwimmenden Mühlen, gebracht aus den Ortschaften Lucăcești (Kreis Maramureș) und Munteni (Kreis Vâlcea), sind auf nationaler Ebene einzigartig und gehören zu den wenigen, die in europäischen Freilichtmuseen vertreten sind. Diese genialen Konstruktionen wurden an größeren Flüssen und am Schwarzen Meer eingesetzt, am Ufer verankert und an die Schwankungen des Wasserspiegels angepasst. Ein weiteres spektakuläres Exponat ist die Gruppe der dobrogäischen Windmühlen, die die Entwicklung der Technik zur Nutzung der Windenergie veranschaulicht, von den Mühlen mit rotierenden Segeln bis zu denen mit komplexeren Mechanismen. Diese Mühlen spiegeln den Multikulturalismus der Dobrudscha wider, einer historischen Region, die von Rumänen, Türken, Tataren, Lipowanern (Altgläubigen Russen) und anderen Gemeinschaften bevölkert war und am Schnittpunkt osmanischer und europäischer Einflüsse lag.
Der Sektor der Transportmittel präsentiert Karren, gedeckte Wagen, von Pferden gezogene Schlitten, schwimmende Brücken und eine Ruderfähre aus Topalu, Kreis Constanța — ein traditionelles Wasserfahrzeug für Flussüberquerungen. Der Sektor der Herstellung von Haushaltsgegenständen umfasst Web-, Näh-, Leder-, Drechsler-, Fassbinder- und Klempnerwerkstätten, jede mit funktionierenden Werkzeugen und Anlagen ausgestattet. Der Sektor der öffentlichen Nutzbauten umfasst eine Holzkirche, eine Schule, eine Schenke, eine Kegelbahn (eine Pavillon für Kegeln — eine uralte Form des Bowling) und eine Herberge.
Die Holzkirche von Bezded, Kreis Sălaj, aus dem Jahr 1754, ist eines der wertvollsten Stücke des Museums. 1990–1992 ins Museum gebracht und neu geweiht, spiegelt diese orthodoxe Kirche die für Nord-Siebenbürgen spezifische architektonische Tradition wider, mit ihrem schlanken Turm und der inneren Wandmalerei. Die religiöse Holzarchitektur in dieser Region veranschaulicht den geistigen Widerstand der orthodoxen Gemeinschaften in einem von habsburgisch-katholischen und protestantischen Einflüssen dominierten Kontext. Neben der Kirche befindet sich die Schenke von Bătrâni, Kreis Prahova, ein Denkmal aus dem Jahr 1850, das die Welt der Herbergen und Schenken an den alten Karpatenstraßen evoziert, Orte der Begegnung für Reisende, Kaufleute und Pilger, ähnlich den hansischen Herbergen in Deutschland oder den französischen Herbergen an den Königsstraßen.
Eine besondere Erwähnung verdient die Fischerhütte der lipowanischen Fischer von Mahmudia, Kreis Tulcea, gebracht aus dem Donaudelta. Diese Fischer, altgläubige Russen (Old Believers), waren im 17.–18. Jahrhundert aus dem zaristischen Russland auf der Suche nach Religionsfreiheit geflohen und fanden Zuflucht im Donaudelta, an der Grenze zwischen dem Osmanischen und dem Habsburgerreich. Die Fischerhütte veranschaulicht die für diese Gemeinschaften spezifische Lebensweise, basierend auf Fischfang, mit auf Pfählen gebauten Häusern, traditionellen Fanggeräten und einer eigenen gemeinschaftlichen Organisation. Die Präsenz dieses Denkmals im Museum unterstreicht die Verbindungen zwischen der rumänischen Landzivilisation und den großen europäischen Migrationen, von denen die der lipowanischen Russen eine der faszinierendsten ist.
Schließlich ist der sechste Sektor einer Ausstellung moderner Holzskulptur gewidmet, die sich über 3 Hektar erstreckt, mit Werken renommierter rumänischer und ausländischer Künstler, inspiriert vom Universum des traditionellen Dorfes. Diese Ausstellung stellt einen lebendigen Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und dem Volkstum dar und beweist, dass Tradition kein geschlossenes Museum ist, sondern eine kontinuierliche Inspirationsquelle. Die Innenräume der Wohnhäuser sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten, mit Möbeln, Textilien, Keramik und Alltagsgegenständen, die die Volkskunst in all ihren Ausdrucksformen veranschaulichen — von Geweben und Teppichen bis zu Ikonen, Kerzenleuchtern und Kreuzen. Die Volkskunst ist sowohl in der Innenausstattung als auch in den Handwerkswerkstätten vertreten, durch textile, keramische, hölzerne, metallene oder gläserne Stücke.
Die zentralen Figuren der Geschichte des ASTRA-Museums sind Persönlichkeiten, die einen Traum in eine dauerhafte Realität verwandelten und zum Aufbau einer Institution von europäischem Prestige beitrugen. Cornel Irimie (1913–1983) gilt als Gründer des Freilichtmuseums. Ethnograf, Soziologe und Museograf, war Irimie derjenige, der in den 1950er Jahren das vom alten ASTRA-Museum übernommene ethnografische Erbe verwertete und die Grundlagen des Projekts des Museums in der Dumbrava legte. Unter seiner wissenschaftlichen Koordination wurde 1963 die Organisation des Museums für Volkstechnik genehmigt, und 1966 fand das internationale Symposium statt, das die Grundlagen der Europäischen Vereinigung der Freilichtmuseen legte. Die von ihm 1966 gegründete Zeitschrift „Cibinium" wurde zu einer der bedeutendsten ethnografischen Periodika Südosteuropas.
Neben Irimie waren der Museograf Herbert Hoffmann und der Architekt Paul Niedermaier die Schöpfer des musealen Konzepts und des Organisationsplans des Geländes in der Dumbrava. Niedermaier erarbeitete den Gestaltungsplan des Museums und integrierte die Denkmäler in eine harmonische natürliche Landschaft, während Hoffmann den Transfer und die Rekonstruktion der Denkmäler koordinierte. Corneliu Bucur, 1970 zum Leiter der Freilichtabteilung des Brukenthal-Museums ernannt, setzte die Tätigkeit fort und entwickelte sie weiter, indem er das Museum ab 1984 auf das Konzept des „Museum Vivum" — lebendigen Museums — ausrichtete, durch die Rekonstruktion und ursprüngliche Funktionsfähigkeit der öffentlichen Nutzbauten.
Eine weitere wesentliche Persönlichkeit ist Andrei Șaguna, der orthodoxe Metropolit von Siebenbürgen und erste Präsident des ASTRA-Vereins 1861. Șaguna war eine der bedeutendsten Figuren der kulturellen Emanzipation der siebenbürgischen Rumänen, und ohne seine Vision und die des von ihm geführten Vereins hätte das Museum nicht existieren können. Timotei Cipariu, Vizepräsident von ASTRA, Philologe und Gelehrter, und George Barițiu, Historiker und Publizist, waren ebenfalls Schlüsselfiguren der rumänischen Kulturbewegung in Siebenbürgen.
Die Wendepunkte des Museums umfassen: den Transfer des ersten Denkmals 1963 (die hydraulische Mühle aus Dăbâca), die offizielle Eröffnung am 17. Oktober 1966, das internationale Symposium im September 1966 und die Gründung der Europäischen Vereinigung der Freilichtmuseen, die Öffnung für die Öffentlichkeit 1967, die Hinzufügung der Bauernhöfe 1971, die Hinzufügung der öffentlichen Denkmäler 1989, die Namensänderung 1990 und die Konstituierung des Nationalen Museumskomplexes „ASTRA" 2001. Ein weiterer bedeutender Moment war die Ernennung von Sibiu zur Europäischen Kulturhauptstadt 2007, zusammen mit Luxemburg, als das Museum zahlreiche internationale Veranstaltungen und Ausstellungen beherbergte.
Hinter jedem Denkmal stehen Geschichten und Legenden. Die schwimmende Mühle von Lucăcești erinnert an den Einfallsreichtum der maramureșer Bauern, die die Technologie an die spezifischen Bedingungen der Berggewässer anpassten. Die Kirche von Bezded spricht vom geistigen Widerstand der orthodoxen Gemeinschaften in einer von konfessionellen Konflikten geprägten Region. Die Fischerhütte von Mahmudia evoziert den Exodus der lipowanischen Russen und das Drama der religiösen Flüchtlinge. Die dobrogäischen Windmühlen erinnern an das multikulturelle Zusammenleben in einer Grenzregion. Jeder Bauernhof, jede Werkstatt, jedes Werkzeug bewahrt das Gedächtnis der anonymen Meister, die sie erbauten, und der Generationen von Bauern, die sie nutzten.
Das ASTRA-Museum befindet sich etwa 3–4 Kilometer südlich der historischen Innenstadt von Sibiu, im Naturschutzgebiet Dumbrava Sibiului, an der Straße, die Sibiu mit Rășinari und dem Ferienort Păltiniș verbindet. Die genaue Adresse ist Strada Pădurea Dumbrava Nr. 16, Sibiu, und die geografischen Koordinaten sind 45°45′14.8″N 25°6′46.5″E. Das Museum ist leicht mit dem Auto erreichbar (es gibt 4 Parkplätze im Gelände), mit öffentlichen Verkehrsmitteln — Busse und Straßenbahnen (Linie 13) halten an der Haltestelle „Dumbrava Sibiului" am Haupteingang — mit dem Fahrrad (auf den Radwegen von Sibiu BikeCity, der Zugang mit Fahrrädern ist in den ersten und letzten zwei Stunden des Programms erlaubt, zwischen 08:00–10:00 und 16:00–18:00, oder ganztägig für Kinder unter 12 Jahren), oder zu Fuß, auf den Waldwegen.
Das Besuchsprogramm variiert je nach Saison. In der Sommersaison (ab 1. Mai 2026) ist das Museum täglich zwischen 08:00 und 20:00 Uhr geöffnet und bietet 12 Stunden Erkundung. In der Herbstsaison (21. September – 26. Oktober 2026) ist das Programm 08:00–18:00 Uhr. In der Winterzeit (Oktober–April) ist das Programm 09:00–17:00 Uhr, mit letztem Einlass um 17:00 Uhr. Die Galerien für Volkskunst, am Haupteingang gelegen, sind von Dienstag bis Sonntag zwischen 09:00 und 17:00 Uhr geöffnet. Das Museum ist auch an Feiertagen geöffnet, einschließlich des Internationalen Tags der Arbeit (1. Mai).
Die Tickets können sowohl an den Kassen im Gelände als auch online erworben werden, auf der offiziellen Plattform pay.muzeulastra.ro oder muzeulastra.funticket. Für 2026 beträgt der Eintrittspreis für Erwachsene 50 Lei. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt, ebenso wie Menschen mit Behinderungen und deren Begleitpersonen sowie Rentner mit Renten unter 700 Lei. Es gibt auch Jahresabonnements und Familienabonnements (etwa 300 Lei), die unbegrenzten Zugang während des ganzen Jahres bieten. Die Besucher werden gebeten, das Ticket während des gesamten Besuchs aufzubewahren, da Kontrollen durchgeführt werden.
Ein vollständiger Besuch des Museums erfordert zwischen 3 und 5 Stunden, je nach individuellem Tempo und Interesse an bestimmten Sektoren. Die Wege sind mit Stein und Erde gepflastert, mit Unebenheiten, so dass Sportschuhe obligatorisch sind. Bequeme Kleidung wird empfohlen, und im Sommer Hut und Sonnenschirm. Der Rundweg kann in beide Richtungen begangen werden, und die thematischen Tafeln — PĂLĂRIA (der Hut), ROATA (das Rad), GRÂUL (der Weizen), TÂRGUL (der Markt), VREMEA (das Wetter), GARDUL (der Zaun), NUIAUA (die Rute), PIATRA (der Stein), FLOAREA (die Blume) — bieten detaillierte Informationen über jeden Aspekt des traditionellen ländlichen Lebens.
Das Erlebnis des Besuchers wird durch zahlreiche Einrichtungen und Aktivitäten bereichert. Auf dem 6 Hektar großen See können Bootsfahrten mit Ruderbooten unternommen werden, und in der kalten oder festlichen Jahreszeit Schlittenfahrten mit von Pferden gezogenen Schlitten. Traditionelle Kutschen bieten Fahrten durch das Museum und evozieren die Zeiten, als das Reisen mit langsamen Mitteln im Rhythmus der Natur geschah. Im Gelände betreibt man zwei Restaurants — die Schenke von Bătrâni und die Herberge von Dumbrava — wo traditionelle kulinarische Spezialitäten genossen werden können: Suppen, Sarmale (Kohlrouladen), Mămăligă (Polenta) mit Käse und Sahne, Würste, Pastrami, Apfelkuchen und andere Köstlichkeiten nach authentischen Rezepten. Für diejenigen, die den Aufenthalt verlängern möchten, bietet das Museum Unterkunft in zwei Pensionen im Gelände und ermöglicht das einzigartige Erlebnis, in einer traditionellen Atmosphäre zu übernachten, fernab vom städtischen Trubel.
Das Museum beherbergt jährlich zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Die bekannteste ist der Markt der Volkskünstler (Festival der Handwerker), der im August stattfindet, um das Fest Mariä Himmelfahrt (15. August). Eine Woche lang treten etwa 350 bäuerliche Darsteller, eingeladen aus allen Kreisen des Landes und aus der Republik Moldau, im Museum in den „sieben Künsten" der Akademie der traditionellen Künste auf: religiöse Künste, literarische Künste, musikalische Künste, spielerische Künste, bildende Künste, mechanische Künste und kulinarische Künste. Dieses Festival, inspiriert vom Modell des Smithsonian Folk Life Festival in Washington DC, verwandelt das Museum in einen lebendigen Raum, in dem Tradition praktiziert und geteilt wird. Außerdem finden auf der am See gelegenen Bühne mit Freilichtamphitheater Folklore-Aufführungen, Konzerte und Filmvorführungen statt. Das Museum organisiert interaktive Workshops für Kinder und Erwachsene, Handwerksvorführungen, Teambuilding-Sessions und Sommerlager für Schüler und Studenten der bildenden Künste und Architektur.
Für ausländische Besucher bietet das Museum spezialisierte Führungen, die mobile App „ASTRAMuseumApp" (verfügbar auf Android und iOS) mit Informationen in mehreren Sprachen, thematische Broschüren und ein Touristeninformationszentrum am Haupteingang. Die App ermöglicht das Anhören der Geschichten der Bauernhöfe direkt vom Telefon und bietet ein Multimedia-Erlebnis. Das Museum ist in die Liste der historischen Denkmäler des Kreises Sibiu mit dem Code SB-II-a-A-12012 eingetragen und offiziell als Denkmal von nationaler Bedeutung anerkannt.
Der Besuch des ASTRA-Museums kann mit der Erkundung der historischen Innenstadt von Sibiu ergänzt werden — der Große Platz, der Kleine Platz, die Lügenbrücke, die Evangelische Kathedrale, der Ratsturm — alle nur wenige Kilometer entfernt, mit der Straßenbahn oder dem Bus erreichbar. Außerdem führt die Straße nach Rășinari und zum Bergferienort Păltiniș direkt an der Nähe des Museums vorbei und bietet die Gelegenheit zu einem vollständigen Ausflug in die Region Siebenbürgen.
Zusammenfassend stellt das ASTRA-Freilichtmuseum für traditionelle Volkskultur in Sibiu weit mehr dar als eine einfache Sammlung ländlicher Denkmäler. Es ist eine lebendige Institution, Mitglied des europäischen Netzwerks der Freilichtmuseen, die die Besonderheit der rumänischen Volkszivilisation im Dialog mit den großen europäischen Kulturströmungen veranschaulicht, vom siebenbürgischen Aufklärungszeitalter, vertreten durch ASTRA im 19. Jahrhundert, bis zum modernen Konzept des „Museum Vivum" und des zeitgenössischen europäischen Multikulturalismus. Für den europäischen Reisenden bedeutet ein Besuch in ASTRA, in ein Universum einzutreten, in dem die Geschichte der Habsburger und Osmanischen Reiche, die sächsischen und rumänischen Traditionen, die Volkskunst und die volkskundliche technische Innovation zu einem faszinierenden Bild des gemeinsamen europäischen Erbes verwoben sind.
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Ghiduri de călătorie, recomandări practice și itinerarii turistice pentru Siebenbürgen.
Ghid turistic
Descoperă cele mai spectaculoase peisaje carstice, chei adânci și cetăți medievale din imediata apropiere a stațiunii Moieciu.
Ghid turistic
Un itinerariu montan de o frumusețe rară ce urcă din Valea Băngăleasa spre Poiana Guțanu și crestele maiestuoase ale Bucegilor.
Ghid turistic
Află adevărata poveste a fortăreței medievale din Pasul Bran, reședința de suflet a Reginei Maria a României.
DIE REISE BEGINNT MIT EINER IDEE
Vom ersten Halt bis zur letzten Übernachtung: entdecken Sie ein neues Rumänien.